Jeder Fußballfan kennt die Situation: Beim Fußballabend im Freundeskreis vor dem heimischen Fernseher würde jeder eine andere Aufstellung wählen und manche Spieler gar nicht erst mit in den Kader nehmen. Oft gibt es auch Kritik am Trainer für seine Aus- und Einwechslungen, die ja gar keinen Sinn ergeben etc.

Nun gilt es dabei allerdings zu beachten, dass der Großteil dieser Leute bestenfalls aus „Hobbykickern“ besteht und somit keine qualifizierte Position hat. Die Taktik und Analysen, die der Trainer im Vorhinein schon erstellt und auswertet, sind für deren Meinungsbild nicht relevant. Auch mögliche andere Gründe, die für den Zuschauer nicht ersichtlich sind, die der Trainer aber im Hinterkopf hat, werden nicht berücksichtigt. Dennoch meint jeder, es besser zu wissen und zu können als der Bundestrainer!

So auch in einem Projekt: Dort meinen viele, sie beherrschen das Projektmanagement und wissen genau, wie was zu tun ist. Und das sagen sie dann auch. Dabei kennen sie gar nicht die zahllosen Randbedingungen, Arbeitspaket-Abhängigkeiten und Stakeholder-Erwartungen, die bei jeder Entscheidung vom Projektmanager berücksichtigt werden müssen. Dazu bedarf es vor allem viel Erfahrung und eine genaue Projektplanung, für die man auch die entsprechende Qualifikation benötigt. Ein Jogi Löw ist auch nicht Bundestrainer, nur weil er das Regelwerk durchgelesen hat. Und sicherlich kann man durch gute theoretische Kenntnisse in verschiedenen Bereichen auch gute Leistungen erlangen – so wie manche Trainer in der Bundesliga. Um ein komplexes Projekt allerdings im Gesamten erfolgreich zu beenden, werden neben dem Fachwissen auch Erfahrungen benötigt, die so nicht im Buche stehen.

Ich denke oft, dass es dem Bundestrainer vor, während und insbesondere nach einem Spiel nicht anders geht als mir vor, während und nach einem Projekt. Alle reden mit, obwohl keiner den wirklichen Blick über das große Ganze hat. Und hinterher ist man ja sowieso immer schlauer. Dann werden auch gern diese „lessons learned“-Sitzungen gemacht, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Dumm nur, wenn dann im nächsten Projekt wieder neue, unerfahrene Leute am Start sind, die das „lessons learned“-Sitzungsprotokoll nicht einmal kennen. So bleibt wertvolle Erfahrung ungenutzt und kosten- und zeitintensive Fehler wiederholen sich.

Wenn Sie Unterstützung und Beratung für einen erfolgreichen Projektablauf benötigen, wenden Sie sich gerne an mich. Behrens Projektmanagement kann Ihr Projekt mit erfahrenen und GPM/IPMA zertifizierten Mitarbeitenden unterstützen. Dies kann sowohl die Übernahme der Gesamtprojektleitung als auch eine Teilprojektleitung zum Beispiel im Bereich der Terminüberwachung (Scheduling) sein. Darüber hinaus bieten wir auch Projekt-Audits nach DIN 69901 an, um Fehlentwicklungen zu erkennen und korrigierende Maßnahmen zu ergreifen, bevor es zu spät ist.

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