Wie Oliver Naser seinen Weg zu Behrens Projektmanagement gefunden hat, erzählt er in seiner ganz persönlichen Geschichte

Mein Weg zu Behrens Projektmanagement:

Es ist nicht immer leicht, einen passenden Job zu finden, insbesondere für Menschen mit einem Handicap. So besuchte ich nach meinem Studium eine Infoveranstaltung der Deutschen Blindenstudienanstalt e. V. (besser bekannt als blista). Die Einrichtung ermöglicht es Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung die Hochschulreife zu erlangen, bietet aber auch darüber hinaus eine beträchtliche Anzahl an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten – unter anderem auch eine IT-Ausbildung. Ich fand die Idee zwar interessant, war jedoch auch ein wenig skeptisch, nutzte ich den PC bis dato doch in erster Linie für meine Unitätigkeiten: Textverarbeitung in Word, Internetrecherche und Mail-Korrespondenz. Andererseits: Was hatte ich zu verlieren? Also nahm ich an zwei Orientierungstagen teil und bekam umgehend einen Ausbildungsplatz.

Um nicht lange drumherum zu reden: Die Umschulung war hart – vor allem das erste Jahr! Praktisch alle meine Azubi-Kollegen und -Kolleginnen brachten mehr Vorkenntnisse mit als ich und waren auch in der Handhabung der Hilfsmittel wesentlich geübter, was freilich wenig überraschen konnte. Manches von den Ausbildungsinhalten hatten Sie bereits in der Schule gelernt, einer hatte sogar 2 Semester Informatik studiert. Und ich sollte am Ende auf denselben Stand kommen? Ohne energisch die Zähne zusammenzubeißen und das übergroße Engagement und die tatkräftige und geduldige Unterstützung meiner Ausbildenden hätte ich das erste Jahr nicht überstanden, geschweige denn den Abschluss gemeistert. Heute kann ich sagen: Es lohnt sich durchzuhalten, wenn man hinterher die Früchte ernten kann. Neben den fachlichen Inhalten ist der heute sichere Umgang mit Hilfsmitteln ein unschätzbarer Gewinn für mich.

Nachdem ich meine Umschulung beendet hatte, stand auch schon der coronobedingte erste Lockdown vor der Tür und machte meine Aussichten auf einen Job nicht gerade leichter. Doch dann wurde ich auf ein anderes Angebot der blista aufmerksam gemacht: PRO-Job ist ein Programm, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung in Lohn und Brot zu bringen. In Theorie und Praxis erhalten die Teilnehmenden Unterstützung, bei allem, was in irgendeiner Form mit der Stellensuche in Verbindung steht. Dazu gehört auch ein sechswöchiges Praktikum – der Aspekt dieses Angebotes, von dem ich mir von vornherein am meisten versprochen hatte. So erhielt ich die Gelegenheit, mich bei Behrens Projektmanagement auf ein Praktikum im Marketingbereich zu bewerben.

Weil der Marketingblock schon während meiner Umschulung einer der Bereiche war, in welchen ich meine Fähigkeiten am besten zur Geltung bringen konnte, war meine Freude nach erhaltener Zusage übergroß. Und ich wurde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil!

Da es vor mir keine Mitarbeitenden mit Blindheit oder Sehbehinderung bei Behrens Projektmanagement gab, hatte Herr Behrens extra eine Schulung organisiert, die von Frau Mölter, der PRO-Job-Leiterin, durchgeführt wurde und zum Ziel hatte, die Mitarbeitenden, die ganz unmittelbar im Büro mit mir zu tun hatten, entsprechend zu sensibilisieren. Vermittelt wurde, was Sehbeeinträchtigungen mit sich bringen, worauf es im gegenseitigen Umgang miteinander ankommt und etwaige eventuell vorhandene Berührungsängste zu nehmen. Die Schulung war für alle sehr informativ und bereichernd. Doch auch unabhängig davon fiel mir auf Anhieb das herzliche Betriebsklima und der freundliche offene Umgang unter den Mitarbeitenden auf.

Seit Mai bin ich als Assistent Marketing & Vertrieb bei Behrens Projektmanagement angestellt. Zu meinen Aufgaben zählen vorrangig das Betreuen unserer Blogbeiträge und die telefonische Kundenakquise. Während ich mit Texten bereits in Schule und natürlich an der Uni gearbeitet hatte und das auch gerne mache, war die Akquise etwas völlig Neues für mich und kostete zunächst einiges an Überwindung. Da ich jedoch ein kommunikativer Mensch bin, gelang es mir, eine Routine zu entwickeln. Heute habe ich große Freude an Telemarketing und den immer wieder neuen Gesprächspartnern. Zu Gute kommen mir hier auch mein gutes Gedächtnis und die durch die Sehbehinderung geschärftere Wahrnehmung der Tonalität bei Kundengesprächen.

Und wieder zeigt es sich, dass es sich lohnt, innere Widerstände zu überwinden. Ich fühle mich sehr wohl und arbeite gern für Behrens Projektmanagement.