Anlagen- und prozessdesign

Aus vielen Projekten von € 50.000 bis € 168 Mio. kennen wir die Anforderungen für diese Projektphasen sehr gut. Wir nehmen Ihren Bedarf auf und erstellen daraus die Betreiberanforderungen, auch Lastenheft oder User Requirement Specification (URS) genannt. Dabei können Sie sich auch darauf verlassen, dass Sie von uns über den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik gut beraten werden. Unser Ziel ist, dass Sie genau die Anlage erhalten, die Sie benötigen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Anhand dieser Betreiberanforderungen holen wir dann die Angebote zuvor ausgewählter Lieferanten ein, bewerten diese und stellen einen Angebotsvergleich zusammen. Wenn gewünscht, begleiten wir auch die Vergabeverhandlungen mit den Anlagenbauern.

Ist die Anlage dann bestellt, bereiten wir die weiteren Schritte, wie z.B. Planung des Factory Acceptance Test (FAT) oder die Vorbereitung des geplanten Raums, vor.
Wir koordinieren den FAT, schreiben das Protokoll und kümmern uns dann um die fristgerechte Lieferung und Installation der Anlage in Ihrem Betrieb. Zusammen mit den Techniker:innen des Lieferanten führen wir dann die Inbetriebnahme der Anlage gemäß vorab erstellter und freigegebener Inbetriebnahmepläne durch. Die Dokumentation erfolgt selbstverständlich GMP-gerecht, damit erfolgreiche Tests gegebenenfalls in der anschließenden Qualifizierung referenziert werden können.

Zum Abschluss führen wir noch die formale Anlagenabnahme, auch Site Acceptance Test genannt, durch und erstellen auch dafür das Protokoll mit einer Liste aller eventuell erforderlichen Restarbeiten.

Qualifizierung und Validierung

Risikoanalysen

Wir führen Risikoanalysen gemäß ICH Q9 im Rahmen der Planung von Qualifizierungen und Validierungen durch. Dabei halten wir uns an die Vorgaben aus Ihren SOP’s, können aber auch eigene, praxisbewährte Vorlagen mitbringen. Die häufigste Methode hierfür ist eine Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA), oft auch in Kombination mit anderen Risikoanalysearten (z.B. Ursache-Wirkungs-Diagramm, Hazard analysis and critical control points (HACCP)). Wir bieten die auf Ihren Bedarf maßgeschneiderte Lösung an und behalten bei allen Aktivitäten stets das rechte Augenmaß: Nur die nach rational begründeten Faktoren ermittelten Anlagen- oder Prozessparameter, die einen Einfluss auf die Produktsicherheit haben können, müssen auch entsprechend qualifiziert bzw. validiert werden. Das erspart später einen möglichen Mehraufwand für unnötige Prüfungen.

 

Qualifizierung

Basierend auf den Ergebnissen der Risikoanalyse führen wir in Ihrem Auftrag alle im Rahmen einer Qualifizierung erforderlichen Aufgaben durch. Im Idealfall können wir dabei Doppelarbeit und Kosten vermeiden, indem wir auf GMP-gerecht dokumentierte Prüfungen, z. B. aus früheren Inbetriebnahmetests, verweisen. Dazu gehören die Planung, Durchführung und Berichterstellung der vier Qualifizierungsphasen:

• Design-Qualifizierung (DQ)

• Installations-Qualifizierung (IQ)

• Funktions-Qualifizierung (OQ)

• Leistungs-Qualifizierung (PQ)

Darüber hinaus bieten wir Ihnen auch die Erstellung der erforderlichen Qualifizierungs-Masterpläne für Ihren Betrieb an.

 

Bei der Validierung wird nachgewiesen, dass der Prozess (PV) oder die Methode so funktioniert wie erwartet.

Das bedeutet, sobald alle für den Prozess erforderliche Anlagen qualifiziert sind, wird der gesamte Herstellungsprozess validiert, mit dem Ziel die Reproduzierbarkeit des Ergebnisses sicherzustellen und alle regulatorischen Anforderungen sowie internen Qualitätsstandards zu erfüllen. Wie bei der Qualifizierung gilt auch hier: Die Validierung muss sorgfältig geplant, durchgeführt und dokumentiert werden.

Behrens Projektmanagement unterstützt Sie dabei zuverlässig: von der Planung bis zur vollständigen Dokumentation. Wir stellen sicher, dass kein Schritt übersehen wird, die Unterlagen den geltenden Standards entsprechen und Ihr Prozess anschließend effizient, regelkonform und mit maximalen Ertrag läuft.

 

Optimierung von Produktionsprozessen

In beinahe jedem Prozess steckt Verbesserungspotential. Mittels effektiver Untersuchungsmethoden spürt Behrens Projektmanagement dieses Potential auf und macht es für Sie nutzbar. Unsere Erfahrung hilft dabei, auf Ihre individuellen Gegebenheiten einzugehen und damit die für Sie beste Lösung zu finden, ohne Ihrem Prozess die Standard-Unternehmensberatungs-Tools aufzuzwingen. Welche Methode dabei zur Anwendung kommt (z. B. Six Sigma, Ursache-Wirkungs-Diagramm), entscheidet sich an der individuellen Aufgabenstellung.

Dienstleister Qualifizierung und Validierung

Machtbarkeits- und Konzeptstudien

Machbarkeitsstudien, Site Master Planungen, Konzeptstudien

Ist das Projekt machbar?

Im Vorfeld zur Projektgenehmigung erstellt Behrens Projektmanagement Studien, welche die Machbarkeit und den Umfang Ihres Projekts analysieren. Die Berater:innen prüfen unterschiedliche Varianten und erörtern die Rahmenbedingungen des Projekts. Alle Ergebnisse werden anforderungsgerecht aufbereitet und Ihnen als Auftraggeber:innen zur Projektentscheidung vorgelegt.

Das Portfolio umfasst die Erstellung von:

  • Machbarkeitsstudien
  • Site Master Planungen
  • Konzeptstudien und Vorplanungen

Wer kann’s?
Hilfe bei der Auswahl geeigneter Ingenieurbüros und Anlagenbauer

Ist die Entscheidung für die Projektdurchführung gefallen, benötigen Sie Planungspartner:innen (z. B. Architektur- und Prozessanlagenplanungsbüros), die Ihre Anforderungen und Wünsche verstehen und exakt umsetzen können.

Die verschiedenen Planungsbüros für die Detailplanung und Ausführung von Prozessanlagen (z. B. Rohrleitungsbau) haben unterschiedliche Schwerpunkte und Erfahrungen. Preisvergleiche allein können dabei zu falschen Entscheidungen führen. Behrens Projektmanagement hilft Ihnen gern bei der Auswahl eines geeigneten Ingenieurbüros. Im laufenden Projekt überwachen und steuern wir dann das ausgewählte Unternehmen.

Das gilt sinngemäß auch für Anlagenbauer, die Sie mit der Lieferung von Produktionsanlagen für Ihr Projekt beauftragen möchten. Auch hierzu kann Behrens Projektmanagement umfangreiche Erfahrungen beisteuern.

Layoutplanung

Sie haben die Idee für ein Umbau-, Erweiterungs- oder Neubauprojekt und benötigen dafür erste Pläne, wie diese Idee umgesetzt werden könnte?

Mit der Erfahrung aus sehr vielen Projekten in der Pharma- und Medizinprodukteindustrie erstellen unsere Pharmaingenieur:innen erste Entwürfe für mögliche Gebäude- und Raumlayouts. Diese beinhalten die ausreichend dimensionierten Personal- und Materialschleusen, die Räume mit den Prozessanlagen, die Flure und Bereitstellungsflächen sowie die Technikflächen. Dabei haben sie stets die optimale Anordnung der Räume für den bestmöglichen Personal- und Materialfluss im Auge.

Aus diesen Entwürfen können anschließend weitere Zeichnungen wie z. B. Reinraumzonen-, Lüftungsbereichs- und Druckstufenpläne entwickelt werden.

Dienstleister Projektmanagement Healthcare

Technische Due Diligence

Vorbereitung und Begleitung einer technischen Due Diligence

Bei einer geplanten Übernahme von Fabriken sind für die Bewertung des Anlagenbestands branchenspezifische Anlagenkenntnisse erforderlich. Die von Unternehmensberater:innen üblicherweise vorgenommene Wertermittlung auf Basis der Anlagen-Buchwerte ist nicht ausreichend. Sie entspricht selten dem tatsächlichen Nutzwert der Anlagen und schließt eventuell notwendige Verbesserungsaufwendungen nicht ein.

Lassen Sie unsere Erfahrungen in Ihr Übernahmeprojekt einfließen.

Projektmanagement Pharma und Medizintechnik

Individuelle Seminare

Ganz gleich, ob Sie eine Einführung ins Projektmanagement, vertiefende GMP-Kenntnisse oder eine spezialisierte Schulung zu Qualifizierung und Validierung suchen – wir stellen ein individuelles Seminar zusammen, das genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Kontaktieren Sie uns – Ihr Weg zur Weiterbildung

Nutzen Sie unsere langjährige Expertise und lassen Sie uns gemeinsam die passende Schulung für Sie finden! Vereinbaren Sie direkt ein kostenloses Beratungsgespräch oder senden Sie uns Ihre individuelle Anfrage über unser Kontaktformular.

Engineering Glossar

  • Anlagenplanung: Anlagenplanung umfasst die Konzeption und Ausgestaltung von Produktions- oder Fertigungsstätten. Dabei werden technische, räumliche und organisatorische Anforderungen für einen sicheren und effizienten Betrieb berücksichtigt.
  • Druckstufenkonzept: Ein Druckstufenkonzept beschreibt die geplanten Druckunterschiede zwischen Räumen oder Bereichen, um Kontaminationen beim Übergang zu vermeiden.
  • Engineering: Engineering bezeichnet die technische Planung, Entwicklung und Umsetzung von Anlagen, Systemen oder Prozessen. Ziel ist es, funktionale, effiziente und sichere Lösungen zu schaffen.
  • GMP-gerechtes Engineering: GMP-gerechtes Engineering bedeutet, Anlagen, Räume und Prozesse so zu planen, dass sie den Anforderungen der Good Manufacturing Practice entsprechen. Ziel ist eine sichere, nachvollziehbare und qualitätsgerechte Herstellung. Dadurch wird die Qualität und Sicherheit der Produkte gewährleistet.
  • HVAC: HVAC steht für Heating, Ventilation and Air Conditioning, also Heizung, Lüftung und Klimatisierung. Das System sorgt für kontrollierte Raumluftbedingungen und ist besonders in technischen oder GMP-regulierten Bereichen wichtig.
  • Inbetriebnahme: Inbetriebnahme bezeichnet den Prozess, bei dem eine Anlage oder ein System nach Aufbau und Installation getestet und in den Betrieb überführt wird. Dabei wird geprüft, ob alle Funktionen ordnungsgemäß arbeiten.
  • Investitionsprojekt: Ein Investitionsprojekt ist ein Vorhaben, bei dem finanzielle Mittel in Anlagen, Gebäude, Technologien oder Infrastruktur eingesetzt werden. Ziel ist meist die Erweiterung, Modernisierung oder der Neuaufbau von Kapazitäten und Prozessen.
  • Lastenheft: Ein Lastenheft beschreibt die Anforderungen und Rahmenbedingungen eines Projekts bzw. eines Produktes aus Sicht des Auftraggebers. Es legt fest, was geliefert oder umgesetzt werden soll.
  • Layoutplanung: Layoutplanung legt die räumliche Anordnung von Anlagen, Maschinen, Arbeitsplätzen und Verkehrswegen fest. Sie unterstützt effiziente Abläufe, Sicherheit und eine sinnvolle Flächennutzung.
  • Materialflussplanung: Materialflussplanung beschreibt die Planung der Wege und Abläufe von Materialien innerhalb eines Betriebs oder einer Anlage. Ziel ist ein effizienter, sicherer und störungsarmer Transport von Rohstoffen, Zwischenprodukten und Fertigwaren.
  • Personalflussplanung: Personalflussplanung befasst sich mit den Wegen und Bewegungen von Mitarbeitenden innerhalb eines Gebäudes oder Prozesses. Sie hilft, Arbeitsabläufe sicher, effizient und hygienegerecht zu gestalten.
  • Prozessdesign: Prozessdesign beschreibt die Planung und Optimierung von Abläufen innerhalb eines Systems oder einer Produktion. Ziel ist es, Effizienz, Qualität und Stabilität der Prozesse sicherzustellen.
  • Reinraumplanung: Reinraumplanung umfasst die Planung von Räumen mit kontrollierter Luftreinheit, Temperatur, Feuchte und Druckverhältnissen. Sie ist besonders wichtig in Bereichen wie Pharma, Medizintechnik und Biotechnologie.
  • Technische Due Diligence: Technische Due Diligence ist die strukturierte Prüfung technischer Anlagen, Gebäude oder Prozesse vor einer Investition oder Entscheidung. Dabei werden Risiken, Schwachstellen und Potenziale bewertet.
  • URS: URS steht für „User Requirement Specification“ und beschreibt die Anforderungen des Nutzers an ein System, eine Anlage oder einen Prozess. Sie dient als Grundlage für Planung, Beschaffung und spätere Prüfung.
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